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Wie die richtige Skibrille und Snowboardbrille auswählen?

Eine Skibrille zu kaufen ist gar nicht so einfach... Wenn ihr erst einmal vor dem Regal steht, schauen euch in der Regel Hunderte Modelle an, die auf den ersten Blick ziemlich gleich aussehen und sich nur durch den Preis unterscheiden. Wie also findet ihr euch zurecht und trefft die richtige Wahl? Welche Unterschiede gibt es zwischen den vielen verschiedenen Skibrillen? In unserem umfangreichen Tutorial begleiten wir euch durch euren Kauf eurer neuen Skibrille.

Warum solltet ihr eine Skibrille tragen?


Es geht nicht in erster Linie darum, schick auszusehen, wenn man eine Skibrille trägt, sondern für die eigene Sicherheit zu sorgen. Auf der Skipiste lauern eine ganze Menge Gefahren für eure Augen und die Skibrille schützt euch davor.

Gefahr 1: UV-Strahlung und das Licht

Das ist die Hauptaufgabe eurer Skibrille: Sie soll euch vor der Sonnenstrahlung schützen, vor der UV-Strahlung und vor den Gefahren, die vom starken Licht im Gebirge ausgehen. Die UV-Strahlen sind in Höhenlagen extrem aggressiv und können die Bindehaut und die Hornhaut eurer Augen schädigen. Alle 1000 Meter wächst die Intensität dieser Strahlen um 10 bis 12 Prozent. Je höher ihr euch also ins Gebirge vorwagt, desto weniger werden diese Strahlen von der Atmosphäre absorbiert. Dazu kommt, dass der Schnee 85 Prozent der Lichtstrahlen reflektiert (Rückstrahlung), selbst wenn der Himmel bedeckt ist. Zwischen 10 und 14 Uhr ist die Strahlung am stärksten. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Photokeratitis (Verblendung) kommen, auch Schnee-Blindheit genannt, wenn ihr eure Augen ungeschützt der ultravioletten Strahlung aussetzt. Ein Übermaß an UV-Strahlung auf den Membranen, die eure Augen schützen, kann zum Absterben von Zellen eures Augapfels führen. Dies ist schmerzhaft, allerdings spürt ihr die ersten Symptome erst, wenn es längst zu spät ist, nämlich einige Stunden später. Rote und tränende Augen und das Gefühl, Sand in den Augen zu haben, dazu ein zeitweiser Verlust der Sehschärfe gehen damit einher. Die natürliche Heilung kann bis zu 48 Stunden dauern.
Das natürliche Licht um euch herum kann zu einer Blendung führen, zu Augenmüdigkeit und zu einem unangenehmen Sehgefühl. Deshalb ist es ganz wichtig, eure Augen mit einer passenden Skibrille zu schützen und dabei auf einen angemessenen Schutz entsprechend der Lichtverhältnisse zu achten.

Gefahr 2: Das Gelände

Die Rückstrahlung des Lichtes auf dem Schnee oder auch Nebel können eure Wahrnehmung des Geländes beeinträchtigen und so einen Sturz provozieren, wenn ihr zum Beispiel eine Eisplatte überseht. Eine Skibrille sorgt dafür, dass ihr dank passender Scheiben das Gelände besser erkennt.

Gefahr 3: Kälte, Schnee und Regen

Eine weitere Aufgabe einer Skibrille besteht darin, euch vor der Kälte zu schützen. Wenn ihr bei vollem Tempo die Piste hinabrauscht, können die Minustemperaturen schnell euren Augen zusetzen. Ein kleiner Riss im Augenwinkel und tränende Augen sind nie ein wirklicher Spaß. Und an regnerischen oder verschneiten Tagen seht ihr ohne eine Skibrille ganz einfach mal gar nichts mehr... Die Skibrille ist also unersätzlich, wenn ihr eure Augen vor Wind und Kälte schützen und die Piste so komfortabel wie möglich befahren wollt.

Gefahr 4: Fremdkörper im Auge

Und schließlich ist eine Skibrille auch euer bester Freund, um zu verhindern, dass irgendein Fremdkörper in euer Auge eindringt und zu Verletzungen oder im schlimmsten Fall sogar Erblindung führt. Ein kleiner Stein, der Ast eines Tannenbaumes oder - der Albtraum schlechthin - die Spitze eines Skistockes... All das könnt ihr verhindern, wenn ihr eine gute Skibrille tragt.

Woraus besteht eine Skibrille?


Eine Skibrille setzt sich aus den folgenden Teilen zusammen:

  • eine Scheibe, die eure Augen schützt
  • ein Gestell, auch Rahmen oder Chassis genannt, das die verschiedenen Elemente der Skibrille zusammenhält
  • ein Schaumstoff für einen hohen Tragekomfort und um sich an eure Gesichtsform anzupassen
  • Belüftungen, um für eine ausreichende Kühlung zu sorgen und einem Beschlagen vorzubeugen
  • einem elatischen Brillenband oder Strap, dank dessen die Brille hält und sich an euren Kopf anpassen lässt.

Aus welchem Material ist die Scheibe gefertigt?

Mineralglas:

Klassischerweise wurden die Scheiben von Skibrillen aus Mineralglas gefertigt, das aus Sand hergestellt wurde. Abgesehen von den außergewöhnlichen optischen Qualitäten (unter anderem eine schwache chromatische Dispersion) weist Naturglas auch einen hohen Schutz gegen Kratzer auf. Allerdings ist dieses Glas vergleichsweise fragil und auch schwerer als organisches Glas.

Organisches Glas oder Polycarbonat-Glas:

Nach und nach haben organische Gläser die Naturgläser in den Skibrillen ersetzt. Heutzutage besteht ein Großteil der Scheiben aus Polycarbonat, einem Kunststoff, der für seine unglaubliche Widerstandskraft gegen Stöße bekannt ist. Im Gegensatz zu Mineralglas ist Polycarbonat kaum zu brechen. Noch dazu ist es leichter und somit komfortabler zu tragen. Und schließlich findet ihr unendlich viele Tönungen vor.

NXT-Glas:

Dabei handelt es sich um das Glas der neuesten Generation. Es vereint die Qualitäten von Mineralglas und Polycarbonat und lässt die Nachteile einfach weg. Im Gegensatz zu Polycarbonat, das bei hoher Temperatur eingespritzt wird, fließt das NXT bei niedrigen Temperaturen. Hergestellt wird es auf Trivex-Basis und sorgt für eine kristallklare Sicht mit einer klaren Optik, die nahe an jener eines Naturglases ist. NXT ist praktisch unkaputtbar und hat seine Robustheit an Cockpits und Scheiben von Hubschraubern bewiesen. Noch dazu ist es ultraleicht und bringt sogar noch einmal 14 Prozent weniger Gewicht als Polycarbonat auf die Waage.

Sphärische oder zylindrische Scheibe: Wo liegen die Unterschiede?


Es gibt zwei Haupt-Scheibentypen: zylindrische Scheiben und sphärische Scheiben. Dabei handelt es sich vor allem um eine Frage des Stils, auch wenn jeder dieser Scheibentypen dennoch seine Vor- und Nachteile hat:

Zylindrische Scheibe:

Sie ist zweidimensional gebogen und folgt der Form eures Gesichtes. 

Nachteil: Das Sichtfeld ist etwas kleiner. Vorteile: weniger optische Verzerrung, das Bild wird nicht verformt. Preislich günstiger.

Der Vintage-Look kommt wieder in Mode.



Zylindrische Scheibe

Sphärische Scheibe:

Eine sphärische Scheibe ist dreidimensional gebogen und folgt der Form eurer Netzhaut.
Nachteile: Wegen der Scheibenform kann das Bild nach außen hin etwas verzerrt werden. Dadurch ergibt sich ein Prismaeffekt, der auch die Lichtstrahlen bricht. Auch wenn dieser Effekt eher selten ist, so kann dies zu einer Ermüdung der Augen führen. Bei Trägern progressiver Brillen tritt das Phänomen häufiger auf. Zudem folgt aus der aufwendigen Herstellung auch ein höherer Preis. Vorteile: großes Sichtfeld, ideal für Freeride. Moderner Look.

Sphärische Scheibe

OTG-Skibrille: die Lösung für alle Brillenträger


Nicht jeder kann sich eine Skibrille mit einem Glas seiner Sehstärke leisten. Die OTG (Over The Glasses) Skibrillen erlauben es Trägern einer Sehbrille, diese unter der Skibrille aufzubehalten und somit auch beim Skifahren zu tragen - und zwar dank eines größeren Innenvolumens und speziellen Ausformungen an der Seite für die Brillenbügel. Die OTG-Skibrille über der Sehbrille zu tragen fühlt sich damit also ganz normal an.

Die Marken Oakley, Julbo und Salomon bieten hochwertige und leistungsstarke OTG-Modelle an. Cairn, Cébé und Bliz sind preislich günstiger, während Atomic und Scott das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Mehr zum Thema OTG-Skibrillen findet ihr in unserem speziellen Beitrag zu dem Thema.

Welche Schutzkategorie ist die passende für eure Skibrille?


Alle mit der Norm EN174 zertifizierten Skibrillen bieten einen 100-prozentigen UV-Schutz. Der Grad des Lichtdurchlasses variiert hingegen je nach Kategorie des ausgewählten Glases.

Die Scheiben der Kategorie 0

Diese Scheiben lassen mehr als 80 % des Lichtes durch. Die Gläser sind ungetönt und für nächtliche Ausflüge gedacht. Die Marke Bliz bietet derartige Scheiben an.

Die Scheiben der Kategorie 1

Diese Scheiben lassen zwischen 80 % und 43 % des sichtbaren Lichtes durch. In der Regel sind die Gläser leicht getönt. Sie eignen sich für graue Tage, Nebel und schwaches Licht.

Die Scheiben der Kategorie 2

Diese Scheiben lassen twischen 43 % und 18 % des Lichtes passieren. Mit einer mittleren Tönung sind diese Scheiben vielseitig verwendbar und eignen sich somit für eine leichte Bewölkung.


Die Scheiben der Kategorie 3

Diese Scheiben lassen nur etwa 18 % bis 8 % des Lichtes durch. Es handelt sich um die am häufigsten vorkommenden Scheiben mit einer dunklen Tönung, die an sonnigen Tagen effizient ist.

Die Scheiben der Kategorie 4

Dieser Scheibentyp lässt weniger als 8 % des Lichts durch und ist eher selten. Verwendung findet er in hohen Höhenlagen, etwa auf Gletschern unter Extrembedingungen.

Was ist eine photochrome Scheibe?


Ihr habt sicher schon verstanden, dass ihr unbedingt eine Skibrille braucht, die auf die jeweiligen Wetterbedingungen angepasst ist. Aber wie gelingt es euch, dass ihr immer die richtige Ausrüstung dabei habt? Müsst ihr also mehrere Skibrillen kaufen und mit euch herumtragen, damit ihr immer die passende Scheibe zur Hand habt?

Natürlich ist das eine Möglichkeit, aber wenn es euer Geldbeutel erlaubt, empfehen wir euch, lieber in eine photochrome Skibrille zu investieren.

Diese sehr praktischen Scheiben reagieren auf UV und passen ihre Lichtdurchlässigkeit automatisch an die jeweiligen Lichtverhältnisse an. Um es einfach zu erklären: Scheint viel Sonne, verdunkeln sie sich. Ziehen Wolken auf, werden die Gläser heller. So decken sie 2 bis 3 Kategorien ab.
Ein paar Makel gibt es natürlich trotzdem... Allen voran die Zeit, die es dauert, bis sich die Scheibe an die geänderten Verhältnisse anpasst. Je nach Modell sprechen wir da nicht nur von ein paar Sekunden, sondern mitunter Minuten. Soll heißen: Rechnet nicht mit einer sofortigen Umstellung, wenn ihr durch ein Waldstück fahrt. Auch die äußeren Temperaturen spielen eine Rolle. Einige Einsteigermodelle funktionieren bedeutend schlechter, wenn die Temperaturen fallen. Damit ihr kein blaues Wunder erlebt, empfehlen wir euch die neuesten Skibrillen mit NXT-Scheibe.

Auch wenn sie vielseitig sind, so bleiben die photochromen Scheiben leistungsmäßig doch etwas hinter den hochwertigen Scheiben zurück, die nur eine einzige Kategorie abdecken und unveränderlich sind.

Eine andere Option, wenn ihr immer stark ausgestattet sein wollt, sind Skibrillen, an denen ihr die Scheiben ganz einfach wechseln könnt.

Welche Tönung für die Scheibe wählen?


Abgesehen von den verschiedenen Kategorien unterscheidet man auch unterschiedliche Scheibentönungen. Diese ermöglichen es, die Geländestruktur besser zu erkennen und die Helligkeit in der Umgebung zu optimieren.

Gelb, Rosa und Orange schärfen die Struktur vor allem bei Nebel. Bei Gelb jedoch lauft ihr Gefahr, dass ihr geblendet werdet, falls die Sonne plötzlich hervorscheint. Rosa und Orange sind da vielseitiger.

Grau und Braun hingegen bieten sich an, wenn die Lichtverhältnisse sehr hell sind. Grau ist neutral und verfälscht die Farben am wenigsten. Braun hingegen wirkt beruhigender und angenehmer. Scheiben mit einem Spiegeleffekt wiederum reduzieren den Blendeffekt und absorbieren die Sonnenstrahlen.

Braucht ihr eine Skibrille mit polarisierter Scheibe?

Blendeffekte entstehen durch etwas, das man polarisiertes Licht nennt. Dieses indirekte Licht entsteht durch die Reflexion von Sonnenstrahlung auf einem glänzenden Untergrund wie Wasser oder Schnee. Polarisierte Gläser verhindern diese Rückstrahlung der Sonne und blockieren die Blendstrahlen, während sie das nützliche Licht durchlassen - sie filtern also "gutes" von "schlechtem" Licht, weshalb ihr auch schon vom Polarisationsfilter gehört haben dürftet. Zugleich verbessern sie die Kontraste und Farben. Gedacht sind die Skibrillen mit polarisierten Scheiben für die richtig sonnenreichen Tage, an denen sie für einen höheren Sehkomfort und eine stärkere visuelle Schärfe sorgen. Allerdings mag die Polarisierung ein Blenden verhindern, ihr lauft zugleich aber auch Gefahr, dass ihr Details im Schnee wie etwa eine Eisscholle überseht, da auch solche Reflexionen vermindert werden.

Wollt ihr böse Überraschungen vermeiden, hilft euch die innovative Technologie Glare Control von Julbo. Dabei handelt es sich um eine teilweise Polarisierung, die den Blendeffekt des Schnees beseitigt, aber die Sichtbarkeit von Eis nicht behindert. Diese Scheiben sind schwach polarisiert und zugleich effizienter, weil sie auch noch photochrom sind.

Welche neuen Technologien für die Scheibe gibt es?


Die Marken wollen Ihren Sehkomfort und die Leistung ihrer Skibrillen stetig verbessern und konkurrieren daher darum, immer neue Technologien und Innovationen anzubieten. Manchmal handelt es sich um simple Gadgets, manchmal um richtige Revolutionen. Hier kommen die neuesten Entwicklungen im Bereich der Skibrillen:

Skibrillen mit Wechselscheiben

Die Skibrillen mit Wechselscheibe gehören eher zum gehobenen Segment und sind eine echte Alternative zum Kauf entweder zweier Skibrillen verschiedener Kategorien oder einer photochromen Skibrille. Die technischen Systeme variieren dabei je nach Anbieter und Modell: Hebel, Drehsysteme, Clips oder Magnete.
In dieser Kategorie findet ihr sehr häufig rahmenlose Skibrillen vor, da das Fehlen eines richtigen Gestells den Austausch der Scheiben erleichtert.

Die magnetischen Scheiben sind ganz klar die praktischsten - vor allem dann, wenn ihr die Scheibe bei minus 10 Grad und mit euren Handschuhen mitten auf der Piste wechseln wollt.

Technologie Vivid von Giro

Und schließlich vertraut auch die Marke Giro dem Know-how von Zeiss Optics, um die hauseigene Technologie Vivid zu entwickeln. Das Ziel ist dabei, euch eine bestmögliche Sicht zu bieten und die Kontraste und die Auflösung zu verbessern, damit eure Reaktionszeit verringert und so der Ermüdung eurer Augen vorgebeugt wird. Die meisten Sonnenbrillen filtern blaues Licht, wobei dieses fundamental dafür ist, um in einem verschneiten Gelände die Struktur zu erkennen. Die Vivid-Technologie manipuliert dieses blaue Licht, indem sie die Kontraste betont und schädliche Strahlen herausfiltert. Sie sorgt für eine präzise Sicht bei jedem Wetter, ohne die Farbsättigung zu erhöhen.

Technologie Clarity von POC

Bei POC vertritt man die Auffassung, dass die Reflexionen des Schnees und des Eises wichtig sind für euch Skifahrer, um die Geländestruktur gut genug erkennen zu können. Dabei wird sich der Polarisation bedient, um die Klarheit zu verbessern. POC hat deshalb gemeinsam mit Zeiss, dem führenden Unternehmen in der optischen Industrie, die Technologie Clarity entwickelt. Diese Scheiben filtern bestimmte Werte des Lichtspektrums und erhöhen bzw. senken die Frequenzen bestimmter Farben. POC bietet zwei Optionen an, darunter eine für Wettkämpfer mit 4 verschiedenen Tönungen (mit einem Lichtbereich von 13 bis 49 %) für eine präzise Sicht, die an die Sonnenstärke angepasst ist. Dazu kommt die Spiegelung Spektris, die eure Augen vor Blenden schützt und die Ermüdung der Augen begrenzt.

Technologie ChromaPop von Smith

Für eine außergewöhnliche Auflösung und Klarheit hat Smith die ChromaPop-Linsen entwickelt. Diese Scheiben verstärken die natürlichen Farben, betonen die Geländestruktur und verbessern die Kontraste. Sie filtern die Farben des Lichtspektrums und bieten euch eine bessere Auflösung und eine optimale, klare Sicht. Für eine hohe Effizienz unter egal welchen Umständen bietet Smith 8 Tönungen an, die in 3 Kategorien eingeteilt sind (mit einem Lichtspektrum von 9 bis 65 %). Die Storm-Scheiben verbessern die Kontraste bei schlechtem Wetter, während die Sun-Scheiben bei sonnigem Wetter zum Einsatz kommen. Die Everyday-Scheiben sind die vielseitigsten Modelle.

Technologie Prizm von Oakley

Auch Oakley hat eine eigene Lösung entwickelt, um Farben und Kontraste zu optimieren und die Sicht zu verbessern. Die Prizm-Technologie erlaubt es, die Übertragung des Lichtes effizient zu steuern. Verschneite Landschaften werden von einem starken Weiß dominiert, was es schwierig macht, Kontraste und Details in der Geländestruktur klar zu erkennen.

Die Prizm-Scheiben verstärken Rot und Cyan und machen so die Kontraste im Schnee für das Auge leichter sichtbar. Auch die Farbwahrnehmung ist präziser. Sechs Tönungen sorgen für eine hohe Effizienz für eine große Bandbreite an Lichtkonditionen.
Technologie PRIZM von Oakley.Skibrille

Wie könnt ihr den Tragekomfort eurer Skibrille optimieren?

Eine effiziente und leistungsstarke Skibrille ist gut, aber die Performance ist nicht das Einzige, worauf es ankommt. Die Skibrille sollte auch konfortabel sein. Nun, da ihr technologisch auf dem neuesten Stand seid, wollen wir euch auch noch ein paar andere wichtige Merkmale einer guten Skibrille vorstellen.

Der Schaumstoff:

Das Gestell eurer Skibrille ist an der Innenseite mit einem Schutzschaumstoff ausgekleidet, der mal ein-, mal zwei- und mal dreilagig sein kann. Diesen Schaumstoff spürt ihr direkt auf eurer Haut. Je dicker er ist, desto komfortabler fühlt sich eure Skibrille an. Stöße werden besser absorbiert. Ihr solltet also eher zu einer Qualitätsskibrille greifen, um so die Irritationen zu verringern. Wichtig ist, dass dieser Schaumstoff sich optimal an euer Gesicht anpasst.
Skibrille mit doppellagigem Schaumstoff
Skibrille mit dreilagigem Schaumstoff

Die Belüftung:

Es kommt auf eine gute Belüftung an, damit ihr die Bildung von Feuchtigkeit im Inneren eurer Skibrille verhindern könnt. Eine gute Luftzirkulation sorgt dafür, dass eure Scheibe nicht beschlägt.

Der Großteil der Skibrillen besitzt eine passive Belüftung, die in der Regel an der Stirnseite der Scheibe angebracht ist. Sie lässt kontinuierlich einen Luftstrom passieren, der nicht angepasst werden kann. Einige Marken haben hochwertige Belüftungssysteme entwickelt. Diese findet ihr vor allem bei Smith und Julbo.
Die Turbo-Fan-Technologie von Smith zum Beispiel enthält kleine elektronische Mikro-Ventilatoren, die sich in zwei verschiedenen Geschwindigkeiten bewegen und die Luftzirkulation verbessern. Ihr könnt die Intensität je nach den Wetterbedingungen und eurer Aktivität anpassen. Dieses System wurde speziell für Brillenträger entwickelt und ist somit in OTG-Brillen zu finden.

Die SuperFlow-Technologie von Julbo ermöglicht es, die Scheibe der Skibrille nach vorn zu stellen und so für einen kontinuierlichen Luftfluss zu sorgen, der verhindert, dass die Scheibe beschlägt. Ihr stellt dafür die Brille auf ON, wenn ihr euch nicht sehr schnell bewegt, zum Beispiel bei der Fahrt mit dem Lift nach oben oder bei eurem Anstieg im Tourenski-Modus. Vor der Abfahrt stellt ihr das System dann wieder auf OFF. Diese Technologie findet ihr vor allem an den Modellen Aerospace und Airflux.

Antibeschlag-Beschichtung:

Die Mehrzahl der Skibrillen ist gegen ein Beschlagen geschützt, aber wenn ihr wirklich auf Nummer sicher gehen wollt, solltet ihr auf eine Skibrille mit einer Doppelscheibe zurückgreifen. Der Bereich zwischen den beiden Scheiben fungiert dann als eine Art thermischer Filter zwischen der kalten Außenluft und der Körperwärme eures Gesichtes. Dieser leere Raum isoliert das Innere der Skibrille und verhindert so die Bildung von Kondenswasser und somit ein Beschlagen. Einziger Wermutstropfen: Die Verzerrung der Sicht ist bei einer Doppelscheibe etwas ausgeprägter als bei einer Einzelscheibe.

Tipp: um ein Beschlagen zu erschweren: Vermeidet es, eure Skibrille auf eure Mütze oder euren Helm zu setzen, wenn ihr mit dem Lift nach oben fahrt, sonst sorgt der starke Temperaturunterschied sofort dafür, dass die Scheibe beschlägt, sobald ihr sie wieder auf euer Gesicht setzt.

Antikratz-Beschichtung:

Nicht nur Kondenswasser kann eure Sicht behindern, sondern auch Kratzer. Die meisten Modelle sind deshalb speziell gegen Kratzer beschichtet. Für Kinder gibt es sogar Modelle, deren Gestell nach vorn aussteht und so die Scheibe bei einem möglichen Kontakt mit dem Boden extra schützt.

Pflegehinweis:

Wischt nicht mit euren Handschuhen über eure Skibrille! Ihr lauft dabei Gefahr, die Scheibe zu beschädigen. Verwendet stets nur das Mikrofaser-Brillenputztuch, das extra dafür gedacht ist. Reinigt auch nur den äußeren Teil der Skibrille und vermeidet es, die Innenseite zu berühren, da ihr sonst die Antibeschlagbeschichtung beschädigen könnt. Falls nicht wirklich richtig Schnee eingedrungen ist, solltet ihr die Skibrille einfach an der Luft trocknen lassen.

Die Größe der Skibrille:

Eigentlich ist es ja logisch, aber wir erinnern trotzdem noch einmal dran: Die Skibrille muss an eure Gesichtsform angepasst sein. Deshalb ist es wichtig, eine Brille der richtigen Größe zu wählen. Es gibt spezielle Modelle für schmale Gesichter, für große Gesichter und auch für Kinder. Ihr solltet euch auf gar keinen Fall eingeengt fühlen und immer auf genügend Platz an euren Schläfen achten (zwischen Brillengestell und Augenwinkel), damit euer Sichtfeld nicht eingeschränkt ist.

Natürlich ist es auch wichtig, euer technisches Niveau, euer Budget und das, was ihr auf der Piste machen wollt, mit zu berücksichtigen. Ein Anfänger oder Gelegenheits-Skifahrer hat nicht die gleichen Bedürfnisse und Ansprüche wie ein erfahrener und regelmäßiger Skifahrer. Auch solltet ihr unterschiedliche Modelle wählen, wenn ihr Snowboard fahrt oder abseits der Pisten unterwegs seid. Für jede Disziplin gibt es passende Modelle.