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Wie finde ich das passende Snowboard?

Auf Glisshop.de findet ihr eine riesengroße Auswahl an Snowboards. Aber wie heißt es so schön: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wir können uns gut vorstellen, dass ihr euch bei all diesen tollen Boards ein wenig verloren vorkommt und sehr viele Fragen habt: Welche Größe, welches Modell, welches Profil? Vielleicht ein Twin-Tip-Board? Carbon-Verstärkung – ja oder nein? Bei so manchem Fachbegriff verstehen selbst erfahrene Rider mitunter nur Bahnhof. 

Euer Niveau
Euer Programm (oder Stil)
Die Größe eures Boards
Die Breite eures Boards

Euer Snowboard-Niveau


Um das Ganze möglichst einfach zu halten, haben wir all unsere Boards nach drei fahrerischen Niveaus geordnet: Anfänger – Mittelstark, Mittelstark – Fortgeschritten, Fortgeschritten – Profi. Nun fragt ihr euch sicher, was ist, wenn ihr euch als mittelstark einschätzt. Solltet ihr dann in der ersten oder in der zweiten Niveaugruppe suchen? Ein Snowboard lässt sich niemals ausschließlich einem einzigen Niveau zuordnen. Ein Deck muss entwicklungsfähig sein und euch ermöglichen, besser zu werden und ein höheres Niveau zu erreichen. Deshalb klassifizieren wir all unsere Decks in zwei Niveaustufen.
niveau snowboard débutant intermédiaire

Anfänger – Mittelstark

Dieser Snowboard-Typ richtet sich an Anfänger und Gelegenheitsfahrer. Die Decks sind in der Regel weicher, flexibler und nachgiebiger als hochwertige Modelle für Profis. Wenn ihr euch noch nicht so sicher auf dem Snowboard fühlt, dann ist dieser Deck-Typ richtig für euch. Wenn ihr noch technische Fehler macht, häufig verkantet, grundsätzlich auf der Piste fahrt, aber euch noch vor den schwarzen Pisten scheut, dann solltet ihr euch der Anfänger-Mittelstark-Gruppe zuordnen.
niveau snowboard intermédiaire confirmé

Mittelstark – Fortgeschritten

Ihr fahrt regelmäßig Snowboard, wenigstens eine oder zwei Wochen pro Jahr. Die technische Basis ist vorhanden und ihr kommt nicht nur auf der Piste, sondern auch auf festgestapftem Schnee und abseits der Piste gut klar. Ihr verkantet nur noch äußerst selten und seid in der Lage, Tempo aufzunehmen und schnell zu gleiten. Euch ist bewusst, dass noch Entwicklungsspielraum nach oben bleibt, aber ihr bevorzugt dennoch lieber ein Deck, das ein wenig nachgiebig ist, damit ihr euch nicht die Beine brecht. Ihr seid also auf einem mittelstarken bis fortgeschrittenen Niveau.
niveau snowboard confirmé expert

Fortgeschritten – Profi

In den Bergen gibt es eigentlich kein Gehemnis mehr für euch. Ihr kennt euch aus und wisst, mit dem Snowboard umzugehen. Kantenfehler kennt ihr nur noch von ganz früher. Heute traut ihr euch überallhin, ohne lange nachdenken zu müssen. Piste, Pulverschnee, Neuschnee: Alles kein Problem. Und auch vor den Elementen im Snowpark oder vor Rides durch den Wald schreckt ihr nicht zurück. Was ihr braucht? Ein präzises und reaktionsfreudiges Deck, das auch bei Highspeed nicht schlapp macht.
Achtung: Wir alle haben die Tendenz, dass wir kein „Anfänger“ mehr sein wollen. Versucht, ehrlich zu euch zu sein und euer Niveau objektiv einzuschätzen. Indem ihr ein Snowboard auswählt, das wirklich zu euren Fähigkeiten passt, macht das Riden nicht nur mehr Spaß, sondern ihr macht auch schnellere Lernfortschritte. Darüber hinaus sieht man auch öfter erfahrene Snowboarder, die mit einem Anfänger-Deck durch den Schnee kurven, weil diese verspielter sind und einfach mehr Spaß machen. Andersherum gilt das allerdings nicht. Ein Board für Fortgeschrittene ist weniger nachgiebig und ihr lauft Gefahr, dass ihr euch nicht verbessern könnt – und am Ende keine Lust mehr aufs Snowboarden habt.

Euer Snowboard-Programm


Unter dem Snowboard-Programm verstehen wir das Gelände, in dem das jeweilige Board am besten funktioniert. Wir unterscheiden dabei vier große Stiltypen - respektive fünf, wenn man die Splitboards mitzählt (auf die wir aber später zu sprechen kommen):

- Freestyle-Snowboards
- Freeride-Snowboards
- Snowboards 100 % Pulverschnee
- All-Mountain- oder Allround-Snowboards

Zur letztgenannten Kategorie kann man noch einmal eine Unterscheidung in zwei Subkategorien treffen: Allround-Freestyle und Allround-Freeride. Dabei könnt ihr natürlich jedes x-beliebige Snowboard in jedem x-beliebigen Gelände verwenden. Wenn ihr ein Freestyle-Board kauft, heißt das nicht, dass ihr verdammt seid, bis in alle Ewigkeit im Park zuzubringen. Und mit einem Freeride-Board dürft ihr selbstverständlich auch auf die Piste. Allerdings bringt jedes Board entsprechend seiner Bauweise, seines Profils, der verwendeten Materialien und des Cambers unter jeweils bestimmten Bedingungen seine bestmögliche Leistung.

Allround oder All Mountain


All-Mountain-Snowboards sind die vielseitigsten unter allen Boards und problemlos in der Lage, von einem Gelände ins nächste zu wechseln. Festgestapfter Schnee, Pulverschnee, Feuchtschnee, Eis – und selbst im Park könnt ihr euch austoben, wenn ihr wollt. Dieser Snowboard-Typus stellt einen Mix aus Grip, Beweglichkeit und Auftrieb dar und kommt so überall im Gebirge zurecht. 

Die All-Mountain-Boards sind deshalb für den Großteil der Snowboarder die beliebtesten Decks, weil sie eben so vielseitig sind. Wenn ihr also euer erstes Board kaufen wollt und noch nicht so richtig wisst, in welche Richtung es gehen soll, dann ist dieser Snowboard-Typ eine exzellente Wahl. 

Ihr könnt auf der Piste angreifen, euch im Freestyle verbessern und hin und wieder zu Freeride-Touren aufbrechen – wie es euch gefällt.

Freeride


Freeride-Boards sind für Freunde von Ausflügen abseits der Piste gemacht. Sie sind steifer gebaut und etwas länger als Standard-Snowboards. Damit sind sie stabiler und kraftvoller in Streckenabschnitten, die etwas anspruchsvoller und gefährlicher sind. 

Häufig haben Freeride-Boards ein direktionales Profil und einen Rocker, dank dessen sie im Pulverschnee mehr Auftrieb haben und wiederum auf hartem Schnee an Haftung gewinnen. Freeride-Boards für abseits der Piste sind deshalb in der Tat auch exzellente Carving-Boards auf der Piste. 

Kurven nehmen sie präzis und beschleunigen mit Schwung heraus. Freeride-Decks zählen in der Regel zu den hochwertigen und überaus leistungsstarken Boards. Sie passen zu Fahrern, die schnell und aggressiv fahren.

100% Pulverschnee


Dieser Snowboard-Typus ist ziemlich jung, obwohl er eigentlich zu den Wurzeln dieser Disziplin zurückkehrt. Ganz am Anfang war Snowboard nämlich nichts anderes als Schnee-Surfen. Keine festgestampften Pisten, kein Camber, kein Rocker – weil man durch den Tiefschnee surfen wollte wie die Kalifornier über die Wellen.

Die Hersteller haben diese Art von Decks nun einfach an den Zeitgeist angepasst und mit den modernsten Technologien versehen. Die Boards lassen sich dabei ganz einfach an ihrem direktionalen Profil erkennen. Grundsätzlich sind sie kürzer und breiter als normale Bretter, besitzen häufig eine überdimensionale Nose mit einem enormen Rocker. Manchmal findet man eine Art Swallow Tail (der sieht aus wie der Schwanz einer Elster), der im Tiefschnee für mehr Beweglichkeit sorgt. Diese Boards sind sehr agil, mögen aber harten Schnee überhaupt nicht.

Wenn ihr ein derartiges Board kaufen wollt, legen wir euch wärmstens ans Herz, euch noch ein zweites, vielseitigeres zuzulegen. Wenn es die Schneebedingungen zulassen, holt ihr das Board heraus, aber es handelt sich um ein Bonusboard und keines für jeden Tag.

Freestyle Park


Freestyle-Snowboards verfügen in der Regel über ein Twin-Tip-Profil, sind also symmetrisch, damit ihr in beide Richtungen (normal und switch) fahren könnt. Sie sind zudem perfekt ausbalanciert, was vor allem nützlich ist, wenn ihr Rails oder Boxen befahrt, also beim sogenannten Jibben. Auch sind Freestyle-Decks kürzer und somit wendiger und spielerischer. Die Wendigkeit ist dabei überaus wichtig, weil ihr dank ihrer die verschiedenen Parkelemente schneller und direkter aneinanderreihen könnt.

Ganz allgemein ist ein Freestyle-Board verspielt und reaktionsfreudig, ein bisschen so wie ein Skateboard. Jib-Boards sind flexibler und bieten mehr Spaß, was gerade beim Nose-Press wichtig ist. Halfpipe-Boards oder Big-Air-Boards sind dagegen deutlich steifer und kräftiger, aber weniger spielerisch. Sie sind so konzipiert, dass sie auf den vereisten Bahnen der Pipe möglichst gut haften.

Sollte euch der Freestyle interessieren, ihr aber ungern ein reines Freestyle-Board haben wollen, dann ist die Allround-Freestyle-Variante etwas für euch. Diese Boards stellen einen guten Kompromiss dar, da sie so verspielt wie ein reines Freestyle-Board und so vielseitig wie ein All-Mountain-Board sind.

Splitboard


So, und nun zu den Splitboards. Dabei handelt es sich um sehr spezielle Decks, bei denen es sich lohnt, etwas genauer hinzusehen. Die Splitboards sind ziemliche Neulinge in der Welt der Snowboards und für all jene gemacht, die die weite Landschaft und die Natur lieben. Die Boards ähneln ihrer Konstruktion und ihres Profils nach Freeride-Snowboards, aber mit einem bedeutenden Unterschied: Die Boards sind aufgespalten in ein Paar Ski. Es gibt dabei mehrere Systeme, neben dem Splitboard in zwei Teilen auch jenes in vier Teilen, zudem Voilé Kit oder Karakoram-Bindungen. Die Splitboard-Welt ist überaus technisch. Was wichtig für euch ist: Mit Splitboards erklimmt ihr Anstiege wie mit Tourenski, mit einem Paar Ski und Skifellen, und rauscht danach ins Tal hinab auf einem Snowboard, als wäre nichts gewesen.

Die Größe eures Snowboards


Die richtige Größe seines Snowboards zu wählen ist essentiell. Ein zu langes Deck ist zu schwer und weniger intuitiv zu steuern. Umgekehrt ist ein zu kurzes Deck weniger stabil und deutlich weniger vielseitig. Ihr müsst also die passende Länge für eure Körpergröße, euer Gewicht, euer Niveau und euren Stil finden. Dabei habt ihr bestimmt schon von der Regel gehört, dass euch das Brett bis zu eurem Kinn gehen muss, damit es die richtige Länge hat. Das stimmt allerdings nicht ganz. Die Snowboards haben sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Und so ist diese Regel obsolet geworden.

Wenn ihr zum Jibben aufbrecht und ihr eher etwas leichter seid, solltet ihr ein eher kürzeres Board wählen. Dann schafft ihr die Drehungen einfacher und tut euch weniger schwer, die einzelnen Elemente aneinanderzureihen. Wenn ihr dagegen Pulver fressen und zum Freeride starten wollt, zudem noch eher etwas kräftiger gebaut seid, dann braucht ihr ein langes Snowboard, das viel Auftrieb und mehr Halt im lockeren Schnee bietet. 

Behaltet bitte im Hinterkopf, dass diese Angaben nur eine grobe Richtung aufzeigen, von der ihr durchaus auch abweichen könnt. Natürlich spielen auch eure persönlichen Vorlieben eine Rolle, da kommt es schlicht auf euer Gefühl an. Mancher Fahrer hat lieber ein kürzeres Bord als das, was ihm empfohlen wurde.

Die Breite eures Snowboards


Wenn man schon bei der Länge seines Snowboards genau aufpasst, so beobachten wir doch immer wieder, dass Käufer nicht auf die Breite achten. Dabei ist diese ein wichtiges Kriterium.
Auf einem zu schmalen Deck werden eure Füße entweder an der Ferse oder an den Zehen überstehen. In beiden Fällen ist das unangenehm, wenn ihr über die Kante fahrt. Die Boots schleifen im Schnee und im günstigsten Fall verliert ihr nur an Speed und Gleichgewicht – im ungünstigsten Fall stürzt ihr und verletzt euch.

Auf einem zu breiten Board wiederum sind eure Ferse und/oder eure Zehen zu weit von den Kanten weg, sodass ihr nicht mehr genug Druck darauf ausüben könnt. Die Hebelwirkung wird deutlich schwächer sein und ihr bekommt in den Kurven Probleme. Deshalb ist es enorm wichtig, ein Snowboard zu finden, das auf eure Schuhgröße abgestimmt ist.
Ganz allgemein klassifiziert man Snowboards nach vier Breiten:

- Weniger als 25 cm: Narrow-Boards (schmal) für kleine Füße. Die Breite an der Taille liegt bei unter 25 cm.

- 25 bis 25,5 cm: Standard-Boards. Sie passen zu den allermeisten Fahrern. Die Schuhgröße beträgt hier zwischen 41 und 43,5.

- 25,5 bis 26 cm: Mid-Wide-Boards für die Schuhgrößen 44 bis 45.

- 26 cm und mehr: Wide-Boards für Fahrer mit großen Füßen (Größe 45 und höher).
Achtung: Diese Angaben sing grobe Werte und können je nach Hersteller abweichen.
Breite des Boards (cm) < 25 25 > 25,5 25,5 > 26 > 26
Schuhgröße D / EU < 41 41 < 43,5 44 < 45 > 45
UK < 7,5 7,5 < 9 9,5 < 10 > 10
US < 8 8 < 9,5 10,5 < 11 > 11
Vergesst bitte auf keinen Fall, dass alle Werte nur grobe Richtungswerte sind. Jedes Snowboard und jede Marke besitzen eigene Äquivalenz-Werte zu Schuhgrößen. Ein Wide-Board bei einem Hersteller kann bei der nächsten Marke auch nur ein Mid-Wide-Board sein.

Andere Kriterien für die Snowboard-Wahl


Wenn ihr die Länge und Breite eures Snowboards entsprechend eures Niveaus und eures Programms festgelegt habt, ist der wichtigste Job getan. Eure Auswahl ist nun schon deutlich eingeschränkt. Dennoch bleiben noch ein paar Kriterien wie unter anderem der Camber, die Form und der Flex, über die ihr euch im Klaren werden müsst. Die folgenden Guides sollen euch auch diese Wahl erleichtern, damit ihr am Ende das perfekte Board für euch findet.

- Welche Form für mein Snowboard?